22. August 2013
Wenn Menschen unter Schizophrenie leiden, könnte das daran liegen, dass Teile des Gehirns nicht richtig verschaltet sind.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Großbritannien. Sie verglichen 38 schizophrene Menschen mit etwa gleich vielen gesunden und machten Aufnahmen vom Gehirn. Dabei stellten sie fest: Gesunden Menschen fällt es leicht, zu unterscheiden, was Gedanken sind und was Realität ist. Wenn sie zwischen diesen beiden Bereichen wechseln sollten, wechselten sie von einem Hirnbereich in den anderen. Bei Schizophrenie-Patienten gelang dieser Wechsel seltener. Die Forscher vermuten, dass die Patienten deshalb denken, Stimmen in ihrem Kopf oder Halluzinationen seien Wirklichkeit.
Die Forscher hoffen, dass ihre Erkenntnisse dabei helfen, bessere Medikamente gegen Schizophrenie zu entwickeln. Noch gibt es oft Nebenwirkungen oder sie wirken gar nicht.
Die Studie ist im Fachmagazin "Neuron" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)