22. August 2013

Merkels Meinungswechsel schaden ihrer Beliebtheit nicht - Politologe in der "SZ"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in politischen Fragen schon häufiger ihre Meinung gewechselt.

Ob Mindestlohn, Homo-Ehe oder Atomausstieg - zuerst war sie dagegen, dann dafür. Der Politologe Thomas König von der Uni Mannheim schreibt in der "Süddeutschen Zeitung", dass Merkel diese Wankelmütigkeit zwar von politischen Gegnern vorgeworfen, vom Wähler aber nicht übel genommen wird. Denn aus Sicht des Bürgers zeigten die Meinungsänderungen, dass weniger im Sinne einer Parteiideologie als vielmehr zum Wohle des Staates regiert werde. Anders ergehe es dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Auch er habe zuletzt einige Positionen gewechselt - aber auf Druck seiner Partei. Deshalb sei die Bevölkerung bei ihm eher misstrauisch und glaube, dass er im Falle seiner Wahl eher im Interesse der Partei als zum Wohle des Staates handeln werde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)