22. August 2013
Wenn am 22. September ein neuer Bundestag gewählt wird, soll das Ergebnis gerechter ausfallen als bei früheren Wahlen.
Denn: Das Wahlgesetz wurde in diesem Jahr geändert. Problem war die alte Regel zu Überhangmandaten. Bekam eine Partei mehr Erststimmen - also Direktmandate - als Zweitstimmen, bekam sie einen zusätzlichen Sitz. Das führte dazu, dass manche Parteien mehr Sitze im Bundestag hatten, obwohl sie weniger Zweitstimmen hatten als eine andere Partei. Die neue Regel besagt: Bekommt eine Partei ein Überhangmandat, bekommen die anderen Parteien auch eins. Das bedeutet auch, dass der Bundestag vermutlich größer wird.
Das Magazin "Spektrum der Wissenschaft" schätzt, dass Deutschland deutlich mehr Abgeordnete bekommt. Der Grund: Je mehr Parteien es gebe, desto wahrscheinlicher sei es, dass man die Erst- und die Zweitstimme an unterschiedliche Parteien vergibt. Und das führe dann zu immer mehr Sitzen im Bundestag. Bisher gibt es eigentlich 598 Sitze.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)