22. August 2013

Bundesregierung will Entwicklungspolitik verändern - Kritik von Hilfsorganisationen

Die Entwicklungshilfepolitik von Deutschland sieht so aus: 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens sollte in die Hilfe gesteckt werden. Bisher liegt die Quote allerdings deutlich darunter.

Gestern hat Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel den Vorschlag gemacht, diese Quote aufzuheben. Es sei nicht wichtig, wieviel Geld Deutschland ausgebe, sondern, ob die Gelder die gewünschte Wirkung erzielten.

Hilfsorganisationen kritisieren den Vorschlag. Das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" und das katholische Pendant "Misereor" meinen, Deutschland halte sich nicht an internationale Zusagen, wenn die Quote abgeschafft werde. So könne man kein Vorbild für andere Länder sein.

Die Quote für die Entwicklungshilfe ist schon länger umstritten. Seit den 70er Jahren lag sie noch nie über 0,5 Prozent.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)