23. August 2013
Um zu sehen, wie sich der Autofahrer in einer fremden Stadt an einer Kreuzung verhalten soll, müsste er eigentlich aussteigen und erst einmal schauen, was dort erlaubt ist und was nicht.
Das meint der Dresdner Verkehrswissenschaftler Reinhold Maier im Magazin der "Süddeutschen Zeitung". Mal haben Rechtsabbieger eine eigene Spur, mal einen Grünpfeil, mal gibt es spezielle Ampelschaltung für Linksabbieger, mal nicht, mal gibt es Kreisverkehre. Laut Maier schafft jede Stadt ihre eigene Regeln - und das belastet und gefährdet die Verkehrsteilnehmer. Er fordert, dass die Straßen in Deutschland einheitlich und wiedererkennbar gestaltet werden.
Laut "Süddeutsche Zeitung Magazin" führt besonders das Linksabbiegen zu schweren Unfällen. Statistisch gesehen sterbe in Deutschland jeden zweiten Tag ein Mensch infolge eines Linksabbiege-Manövers. Auch wir hatten schon über das Problem berichtet. Forscher in den USA hatten im Frühjahr herausgefunden, dass besonders Fußgänger massiv von linksabbiegenden Autos gefährdet sind, wenn es keine eigene Grünphase für das Abbiegen gibt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)