23. August 2013

"taz" über europäische Profi-Fuballer, die in Katar festsitzen

Das Emirat Katar will groß ins Fußball-Geschäft einsteigen. Die WM 2022 ist schon gesichert.

Seit etwa zehn Jahren geht Katar in Europa auf Shopping-Tour und kauft Profi-Spieler für seine Liga ein. Die "taz" berichtet, wie es den Spielern danach zum Teil ergeht: schlecht. Die Zeitung hat mit dem französischen Profi-Spieler Zahir Belounis gesprochen. Er kam vor fünf Jahren nach Katar, angelockt von viel Geld und guten Bedingungen. Dann ging es bergab: Er musste gegen seinen Willen den Verein wechseln, seit Monaten bekommt er kein Gehalt. Und: er darf das Land nicht verlassen. In Katar sind Angestellte von ihrem Arbeitgeber abhängig. Nur die können Ausreisevisa ausstellen.

Laut "taz" gibt es aktuell noch mehr Spieler wie Belounis und auch Trainer, die gegen ihren Willen in Katar festgehalten werden. Erst gestern hatten wir berichtet, dass die Spielergewerkschaft FIFpro vor Verträgen mit türkischen, griechischen und zyprischen Vereinen warnt, weil die oft die Gehälter nicht zahlen. Für Katar sieht sich der Verband aber nicht zuständig.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)