23. August 2013

Japan diskutiert über Weltkriegs-Manga

Das japanische Manga "Barfuß durch Hiroshima" erzählt die Geschichte eines Jungen, der den Atombombenabwurf in Hiroshima am Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt.

Dargestellt sind auch schwer verdauliche Szenen, zum Beispiel verbrannte Körper und Kriegsverbrechen der japanischen Armee. Soldaten köpfen Gefangene und vergewaltigen Frauen. Eine Schulbehörde in der Hafenstadt Matsue hat den Comic deswegen verboten - und damit eine Diskussion darüber ausgelöst, wie Japan mit seiner Kriegsgeschichte umgeht. Kritiker werfen der Regierung vor, die Geschichte zu beschönigen. Das Bildungsministerium hatte erklärt, es sei mit dem Verbot des Mangas einverstanden.

Viele Schulen wollen allerdings dagegen vorgehen und die Comic-Serie weiterhin als Schullektüre benutzen. Ihr Argument: Sie zeige eindrucksvoll die Leiden des Krieges.

Der Autor von "Hadashi no Gen", wie das Manga im Original heißt, hat in dem Werk seine eigene Geschichte verarbeitet. Es wurde 1973 veröffentlicht und in 20 Sprachen übersetzt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)