26. August 2013

Spruchreif: Mark Twain über die Bildung

Nun noch das Zitat des Tages, als Trost für alle Abiturienten, die noch nicht genau wissen, wie es demnächst weiter gehen wird:

"Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist."

Dieser Satz stammt vom amerikanischen Schriftsteller Mark Twain, der von 1835 bis 1910 lebte. Es ist ein bemerkenswerter Satz, wenn man bedenkt, dass zwei seiner berühmtesten Roman-Figuren, nämlich Huckleberry Finn und der Sklave Jim gar keine Bildung im klassischen Sinn genossen haben. Auch Mark Twain selbst musste im Alter von zwölf Jahren die Schule abbrechen. Er begann eine Lehre als Schriftsetzer, arbeitete als Lotse auf dem Mississippi und war Silbersucher in Nevada. Vor allem aber schrieb er, zunächst Artikel und Reiseberichte, später seine berühmten Romane. Seine Allgemeinbildung besserte er in Bibliotheken und auf Reisen auf. Gegen Ende seines Lebens musste er wegen einer finanziellen Fehlinvestition auch erfahren, wie es sich anfühlt, wenn der letzte Dollar weg ist. Er hielt sich in dieser Zeit mit Lesereisen über Wasser.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)