26. August 2013
Es sind Wörter wie Zigeunersoße oder Negerkuss - die Berliner Sprachanalytikerin Antje Lann Hornscheidt findet, dass es in der deutschen Alltagssprache jede Menge rassistische Begriffe gibt.
Sie sagt wörtlich: "Niemand will sich bewusst rassistisch äußern oder jemand anderem mit Sprache verletzten, aber wir tun es täglich."
Als ein Beispiel nennt sie den Kolonial-Stil bei Möbeln. Laut Hornscheidt ist der Begriff positiv besetzt. Dabei sei der Kolonialismus eine furchtbare Zeit mit Sklaverei, Folter und Massenmord gewesen. Hornscheidt zufolge würde sich kein Mensch Möbel im Holocaust-Stil kaufen, weil schon allein der Begriff grauenvolle Bilder hervorrufe. Die Sprachanalytikerin fordert, dass Wörter, wenn sie verletzend wirken, umbenannt werden sollen.
Vor kurzem hatte das Forum der Sinti und Roma in Hannover gefordert, die "Zigeunersoße" umzubenennen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)