26. August 2013
Über 50 Jahre lang wartete der Professor auf einen Tropfen Pech.
John Mainstone betreute ein Langzeitexperiment an der Universität von Queensland in Australien, obwohl er schon im Ruhestand war. Jetzt ist er gestorben, ohne dass er einen Tropfen des schwarzen Stoffs gesehen hat. Das teilte seine Uni mit.
Das Experiment läuft schon seit 1927 und war noch von einem anderen Forscher ins Leben gerufen worden. Er wollte nachweisen, dass Pech sich einerseits wie ein Feststoff anfühlt und dass man ein Stück davon bei Raumtemperatur mit dem Hammer auch in zwei Stücke schlagen kann. Andrerseits glauben die Forscher aber, dass es sich wie eine Flüssigkeit verhält.
Um das zu beweisen, füllten sie Pech in einen Trichter. Der Stoff senkte sich nach einigen Jahren ab, bislang sind aber nur acht Tropfen runtergefallen und das konnte jedes Mal nicht beobachtet werden. Jetzt will die Uni Kameras aufstellen, um den nächste Tropfen nicht zu verpassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)