27. August 2013
Mädchen fürchten sich mehr vor Mathematik als Jungs.
Das Stereotyp ist weit verbreitet und durch mehrere Studien angeblich gut belegt. Psyochologen von der Universität Konstanz haben daran allerdings Zweifel. Sie kritisieren, dass bei den bisherigen Untersuchungen die Mädchen immer nur allgemein zu ihrer Mathe-Angst befragt wurden. Für ihre Studie haben sie die Schüler interviewt, kurz bevor und während sie eine Mathearbeit schreiben sollten. Und daraus ergibt sich ein anderes Bild: Jungen und Mädchen, die etwa gleich gut in Mathe sind, hatten in dieser realistischen Stresssituation auch etwa gleich viel Angst. Daraus schließen die Forscher, dass die Mädchen sich in allgemeinen Befragungen selber schlechter machen als sie sind, hauptsächlich weil sie das Geschlechterstereotyp im Kopf haben. Dieses falsche Selbsteinschätzung könnte auch dafür sorgen, dass Mädchen seltener als Jungen Berufe anstreben, für die viel Mathe verlangt wird.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)