27. August 2013

Energieriese Eon hält Atomkraftwerke auch nicht mehr für profitabel

Den großen deutschen Stromkonzernen passt es nicht, wie sich die Energiewende auf ihr Geschäft auswirkt.

Sie verdienen weniger, seit mehr Strom aus Wind und Sonne kommt. Gaskraftwerke, haben die Strom-Bosse gejammert, würden sich kaum noch lohnen. Und offenbar sind auch die Atomkraftwerke, die noch laufen, nicht mehr so profitabel. Ein Manager des größten deutschen Energiekonzerns Eon hat im Interview mit der Deutschen Presse Agentur angedeutet, dass der Konzern darüber nachdenkt, wie lange er seine restlichen AKW noch laufen lässt. Im Moment verdiene vor allem der Staat an den Meilern, wegen der Kernbrennstoffsteuer. Die war nach der Katastrophe von Fukushima neu eingeführt worden. Kritiker der deutschen Energiekonzerne halten solche Äußerungen für reine Taktik. Die Versorger würden versuchen, so Druck auf Politiker zu machen, damit sie am Ende Fördergelder für ihre Kraftwerke bekommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)