28. August 2013

Hausschweine waren in Norddeutschland mal groß in Mode

Was macht ein Robbenjäger mit einem Hausschwein?

Nichts Nützliches jedenfalls. Wahrscheinlich fand er es einfach nur schick. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Uni Kiel nach der Untersuchung von Schweineknochen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus.

Die DNA fand sich in ehemaligen Siedlungen nördlich der Elbe, obwohl die Menschen dort vor 6.000 Jahren keine Bauern oder Viehzüchter waren. Die hatten sich vielmehr südlich der Elbe angesiedelt und besaßen unter anderem Schweine aus dem Nahen Osten. Die Tiere hatten schwarze Flecken auf hellem Fell und sahen damit weit interessanter aus als die sonst verbreiteten grauen Wildschweine.

Wie aber kamen die Robbenjäger aus dem Norden zu den schwarz gefleckten Hausschweinen aus dem Süden? Die Kieler Wissenschaftler vermuten, dass gezielt Handel mit ihnen getrieben wurde. Die Norddeutschen hielten sie sich als Statussymbol, so wie man sich heutzutage ein Smartphone kauft.

http://www.nature.com/ncomms/2013/130827/ncomms3348/full/ncomms3348.html

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)