28. August 2013

Wahlprogramme der Parteien sind diesmal noch unverständlicher als 2009

Die große Mehrheit der Bürger liest die Wahlprogramme der Parteien wahrscheinlich eh nicht.

Aber wer sich die Mühe macht, wird dieses Mal noch mehr Bahnhof verstehen als vor der Bundestagswahl 2009. Davon ist der Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider von der Uni Hohenheim überzeugt.

Brettschneider sagte "Deutschlandradio Kultur", die Texte enthielten in diesem Jahr noch mehr Bandwurmsätze, Fremdwörter und Expertendeutsch. Am schlechtesten schnitt in den Untersuchungen das Langprogramm der Piraten-Partei ab. Einäugige unter den Blinden waren CDU und CSU: Sie erreichten in Sachen Verständlichkeit 9,9 Punkte - und damit knapp die Hälfte dessen, was möglich gewesen wäre.

Brettschneider empfiehlt den Parteien, nicht nur das Vorwort, sondern ihre kompletten Programme von Kommunikationsexperten überarbeiten zu lassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)