28. August 2013

Historiker: USA haben in Bezug auf Snowden Kalter-Krieg-Mentalität

"Die USA haben weiterhin die Mentalität des Kalten Krieges".

Das sagt der Kriminalitäts-Historiker André Krischer im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. Krischer bezieht sich auf die Verfolgung des Geheimdienst-Enthüllers Edward Snowden. In den USA sei das Bedürfnis nach Sicherheit so groß, dass man bereit sei, dafür Leute massiv zu verfolgen, die woanders als Aufklärer wahrgenommen würden. Das sei wie zur Zeit des Eisernen Vorhangs. Allerdings sei der Feind heute nicht die Sowjetunion, sondern der internationale Terrorismus.

Ein solches Verschwörungsdenken ist laut dem Historiker besonders im angelsächsischen Denken verbreitet. Beispiele gebe es schon im 16. Jahrhundert. In England galten damals die Jesuiten als Verräter, weil sie mit Spanien oder Frankreich kooperierten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)