29. August 2013

Rückspiegel: Vor 53 Jahren verbot die DDR West-Bürgern die Einreise

In unserer Rubrik "Rückspiegel" geht es heute um die deutsch-deutsche Geschichte:

DDR-Bürger hatten es schwer, in die Bundesrepublik zu reisen. Reisen aus dem Westen in den Osten waren leichter möglich. Das war aber nicht immer so. Heute vor 53 Jahren, am 29. August 1960, verbot es die DDR-Regierung den Bürgern der Bundesrepublik, nach Ost-Berlin zu reisen. Als Grund wurde eine Heimwerker-Tagung in West-Berlin genannt, in der die DDR ein Faschisten-Treffen sah. Einreisen waren nur noch mit Sondergenehmigung erlaubt.

Für die Bewohner West-Berlins waren Ost-Besuche bis zum Dezember 1963 dadurch nahezu unmöglich. Danach wurde die Situation durch ein Passierschein-Abkommen erleichtert. Es erlaubte tageweise Besuche an Feiertagen oder bei wichtigen Familien-Ereignissen.

Bürger aus anderen Gebieten Westdeutschlands durften ohnehin bis zu 30 Tage im Jahr einreisen - zum Beispiel, um Verwandte zu sehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)