29. August 2013
Das Gehirn ist das komplexeste Organ des Menschen.
Wie es sich genau entwickelt und warum es manchmal zu Störungen oder Krankheiten kommt, lässt sich schwer untersuchen. Oft wird das in Tierversuchen probiert, allerdings sind die Ergebnisse oft schwer nachzuvollziehen.
Forschern aus Österreich ist es jetzt gelungen, menschliche Mini-Hirne zu entwickeln -und zwar aus embryonalen Stammzellen. Im Fachmagazin "Nature" schreiben sie, die Hirne seien etwa so weit entwickelt wie die von Embryonen in der neunten Schwangerschaftswoche. Es seien also schon verschiedene Bereiche des Gehirns erkennbar, wie Vorder-, Mittel- und Hinterhirn.
Die Wissenschaftler meinen, mit diesen Mini-Hirnen könnten sie das menschliche Gehirn besser erforschen als in Tierversuchen.
Ein Stammzellforscher von der Uni Bonn kommentiert die Studie: Die Ergebnisse seien zwar faszinierend, man könne aber noch lange nicht von einem richtigen künstlich erzeugten Gehirn sprechen. Denn die Hirnbereiche seien sehr zufällig miteinander verbunden. Die Studie zeige aber, wie weit die Forschung mittlerweile sei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)