29. August 2013
Noch vor 8.000 Jahren konnten nur Kinder frische Milch vertragen. Heute kann es in Europa fast jeder. Wie es dazu kam, hat ein europäisches Forscherteam aus Anthropologen, Archäologen, Chemikern und Genetikern untersucht.
Im Fachmagazin "Nature" erklären sie, dass sich die Milchverträglichkeit der Europäer in zwei Schritten entwickelt hat.
Zuerst wurden die Jäger und Sammler in Europa um 5.000 Jahre vor Christus zu sesshaften Bauern. Die Bauern begannen, Milchtiere zu halten und produzierten Joghurt und Käse. Beides enthält nicht so viel Milchzucker, daher konnten alle sie essen.
Parallel dazu mutierten die Gene der Europäer. Dadurch wurde dauerhaft Laktase ausgeschüttet. Das ist das Enzym, mit dem der Milchzucker verarbeitet werden kann. Auf diese Weise konnten immer mehr Erwachsene in Mittel- und Nordeuropa frische Milch trinken und verdauen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)