29. August 2013

Migräne verändert das Gehirn

Migräne ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch das Gehirn langfristig verändern.

Das berichten dänische Wissenschaftler im Fachblatt "Neurology". Da heißt es, eigentlich sei man davon ausgegangen, dass Migräne eine harmlose Störung sei. Stattdessen steigere sie das Risiko für kleine Gehirnschäden und Missbildungen von Nervenbahnen. Deutlich waren die Unterschiede aber nur bei Migränepatienten, die auch Wahrnehmungsstörungen haben: Sie hatten zwei Drittel mehr Schäden an den Nervenbahnen.

Die Forscher hatten in ihrer Übersichtsstudie knapp 20 Einzeluntersuchungen ausgewertet. Noch wissen sie aber nicht, was die Veränderungen verursacht und ob sie den Patienten wirklich Probleme bereiten. Die Erkenntnisse haben laut den Wissenschaftlern auch etwas Gutes: Wenn bei Migränepatienten Missbildungen im Hirn festgestellt würden, müsse man zumindest nicht nach anderen Krankheiten als Ursache suchen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)