29. August 2013

Schon kleine Fischlarven orientieren sich am Geruch, um nach Hause zu finden

Diese Fischlarven haben einen richtig guten Riecher.

Ein internationales Forscherteam hat anhand des Fischnachwuchses nachweisen können, dass sie selbst über Kilometer hinweg den Geruch ihres Heimatriffes riechen können. Dafür haben die Wissenschaftler die kleinen Fische im Wasser ausgesetzt und sie mit einer Art durchlässigen Plastikglocke verfolgt. Selbst starke Strömungen, schreiben die Biologen in der Fachzeitschrift PLOS One, hätten die Tiere nicht abhalten können. Hätten sie erstmal die Spur aufgenommen, dann seien sie dieser gefolgt. Ob das über magnetische oder akkustische Impulse funktioniert, weiß man noch nicht.

Bislang galten vor allem Haie und Lachse als Fische mit dem richtigen Riecher für die Heimat. Dass sich auch die Fischlarven so orientieren, ist für die Biologen alarmierend: Durch menschliche Einflüsse verändert sich nämlich der Geruch des Meeres. Das kann dazu führen, dass die Larven nicht mehr zum Riff finden und im offenen Meer leichter Beute für andere Fische werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)