29. August 2013

Zentralrat der Sinti und Roma empört über Wahlwerbung der NPD

"Zigeunerflut stoppen" oder "Geld für die Oma statt für Sinti und Roma" - Sprüche wie diese auf Wahlplakaten der NPD und Parteien wie "Pro NRW" sorgen gerade für Entsetzen.

Der Zentralrat der Sinti und Roma hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen hunderte Anrufe von besorgten und verängstigten Familien bekommen. Der Rat fordert daher jetzt ein gesetzliches Verbot diskriminierender Wahlwerbung. Der Vorsitzende hat sich dafür in einem Schreiben an Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eingesetzt.

In mehreren Bundesländern soll gegen die Wahlwerbung der NPD schon Strafanzeige gestellt worden sein. Der Zentralrat der Sinti und Roma spricht von einer Hetz-Kampagne, die es in diesem Ausmaß bisher nicht gegeben habe. Der Vorsitzende sagte, mehr als 60 Jahre nach dem Holocaust könne nicht zugelassen werden, dass Angehörige einer Minderheit aufgrund ihrer bloßen Abstammung gesellschaftlich ausgegrenzt würden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)