30. August 2013
Von wegen "Terror-Vogel".
Der urzeitliche Gastornis hat seinen wenig schmeichelhaften Beinamen möglicherweise zu Unrecht. Deutsche Forscher der Universität Bonn haben Hinweise darauf gefunden, dass der Vogel offenbar friedlicher war als gedacht und dass es sich wohl um einen Vegetarier gehandelt hat.
Der Gastornis galt bisher als gefährlicher Fleischfresser - vor allem wegen seines immensen Schnabels. Der flugunfähige Vogel hat vor Millionen Jahren gelebt und konnte bis zu zwei Meter groß werden. Bisher glaubten Wissenschaftler, dass er mit seinem Schnabel Beutetiere ergriff und deren Knochen brach.
Analysen der deutschen Forscher legen jetzt aber etwas anderes nahe. Die Experten untersuchten die Kalzium-Isotope in fossilen Knochen des Riesenvogels. Dabei zeigte sich, dass die Knochen ähnliche Werte aufweisen wie die pflanzenfressender Saugetiere und Dinosaurier. Sie unterscheiden sich außerdem deutlich von den Werten bei Fleischfressern. Die Forscher planen jetzt weitere Tests, um ihre Vermutung zu untermauern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)