30. August 2013
Um den Konflikt in Syrien zu lösen, braucht man eine gute Strategie.
Das meint der Konfliktforscher Neil Melvin vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er, mit ein paar Raketen werde die Situation in Syrien nicht besser. Ziel müsse weiter sein, Frieden durch Diplomatie zu erreichen und alle Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen. Vom Krieg in Afghanistan habe man gelernt, dass man manchmal auch mit gewalttätigen Akteuren sprechen muss, in diesem Fall wäre das Syriens Präsident Baschar al-Assad. Der Friedensforscher meint, selbst wenn Assad weg wäre, gingen die ethnischen Auseinandersetzungen weiter.
Wie die internationale Gemeinschaft sich gerade verhält, kritisiert der Wissenschaftler. Es habe den Anschein, dass die westliche Welt erst eingreife, wenn chemische Waffen eingesetzt würden - egal, wie viele Menschen vorher schon gestorben sind.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)