30. August 2013
Wer dick ist, muss nicht automatisch krank werden.
Wissenschaftler sprechen dann von einer "gesunden metabolischen Adipositas". Das ist der Fall, wenn jemand einen Body-Mass-Index (BMI) von über 30 hat und trotzdem nicht gefährdet ist, eine Herzkreislauferkrankung oder Diabetes zu bekommen. Wie das möglich ist, ist noch nicht klar.
Deutsche Forscher haben jetzt im Fachmagazin "The Lancet Diabetes & Endocinology" mögliche Kriterien veröffentlicht, durch die gesundes Übergewicht erkannt werden kann. Sie schreiben, Ärzte könnten sich zum Beispiel am Umfang der Taille, körperlicher Fitness und der Anfälligkeit für Diabetes orientieren.
Den Wissenschaftlern zufolge kann man damit übergewichtige Personen mit und ohne Risiko leichter auseinander halten. Risikopatienten könnten dann gezielter und schneller behandelt werden. Es brauche allerdings noch sehr viel mehr Forschung, um das Konzept für die Praxis nutzbar zu machen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)