30. August 2013

Mäusedamen "gehen fremd" , um Nachwuchs zu schützen

Fremdgehen für den Nachwuchs.

Das ist das etwas überspitzte Fazit einer Studie der Uni Wien. Dort untersuchten Forscher, unter welchen Umständen sich Mäuseweibchen mehrere Partner suchen. Eine Erklärung: Wenn sie es mit sexuell unerfahrenen Männchen zu tun haben. Die Forscher begründen das Verhalten damit, dass die Weibchen es verhindern wollen, dass die Männchen die Jungtiere umbringen. Denn männliche Mäuse töten häufig Jungtiere, um ihren eigenen Fortpflanzungserfolg zu erhöhen und selbst wieder zum Zuge zu kommen. Vor allem machen das sexuell unerfahrene Männchen. Wenn die Männchen aber die Chance haben, sich mit einem Weibchen zu paaren, töten sie seltener die Nachkommen dieses Weibchens. Die Jungtiere könnten ja von ihm selbst abstammen. Indem sich die Mäusedamen mit mehreren Männchen paaren, schützen sie also den eigenen Nachwuchs.

Die Biologen vermuten, dass Mäuseweibchen über Duftmarkierungen und über das Verhalten der Tiere erkennen können, ob ein Männchen bereits sexuell erfahren ist.

Die Studie ist im Fachmagazin "Behavioural Ecology and Sociobiology" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)