2. September 2013

Klimawandel lässt Schädlinge jährlich drei Kilometer in Richtung Pole wandern

Es ist eine riesige Völkerwanderung, nur eben von Insekten, Bakterien, Pilzen und Viren.

Jedes Jahr erobern hunderte von Arten Neuland und wandern dabei im Schnitt rund drei Kilometer in Richtung der Pole. Grund ist der Klimawandel - das schreiben britische Forscher im Fachblatt "Nature Climate Change". Sie haben zwei große Datenbanken ausgewertet, in denen registriert ist, wann Pflanzenschädlinge wo zuerst gesichtet wurden. Insgesamt ging es um rund 600 Arten. Die Forscher argumentieren, die Schädlinge könnten neue Lebensräume erobern, weil dort durch die globale Erwärmung die Temperatur ansteige.

Sie sprechen auch eine Warnung aus: Auf der Erde lebten immer mehr Menschen - wenn Ernteausfälle durch die Schädlinge weiter zunähmen, sei das eine ernste Bedrohung für die Ernährung der Weltbevölkerung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)