2. September 2013

Glasklar: Das ist die Spieltheorie

Passend zum Tagesthema "Entscheidungen" beschäftigen wir uns in unserer Rubrik "Glasklar" mit der Spieltheorie.

Die Spieltheorie ist ein Teilgebiet der Mathematik. Sie beschäftigt sich mit der Analyse von Handlungsstrategien. Früher ging es dabei vor allem um Gesellschaftsspiele wie Schach oder Mühle. Heute bezeichnet der Begriff "Spiel" im Sinne der Spieltheorie eine Entscheidungssituation mit mehreren Beteiligten. Es tritt also ein "Gegner" auf den Plan, dessen Entscheidungen nicht vorhersehbar sind. Man versucht, den anderen einzuschätzen und stellt sich vor, was er weiß. Dementsprechend handelt man dann. Die Spieltheorie wird heute vor allem in den Wirtschaftswissenschaften, der Politologie und der Soziologie angewendet.

(Beispiel: Das Knobeln mit der Münze in der Hand hinter dem Rücken. Erster Durchgang, die Münze ist in der rechten Hand. Beim zweiten Durchgang ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Münze in der anderen Hand ist. Diesen Wechsel vermutet der andere aber, also behält man die Münze doch in der ursprünglichen Hand. Dieser Gedankengang wird auch unterstellt, also wird doch gewechselt und so weiter...)

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)