2. September 2013
Forschung ohne Tierversuche schont nicht nur die Laborratten, sie kann auch gut sein für die Wirtschaft.
Das sagt der Toxikologe Marcel Leist von der Uni Konstanz. Als Beispiel nennt er im Gespräch mit dem "Evangelischen Pressedienst", dass in den Laboren neue Arbeitsplätze entstehen würden - wie, das lässt Leist aber offen.
Schon heute werde nicht mehr so viel an Tieren experimentiert, weil es billigere oder bessere Alternativen gibt. Leist selbst hat für seine Arbeit an Alternativmethoden zu Tierversuchen schon einen Preis bekommen. Er kritisiert, dass manche Tierversuche immer noch staatlich gefördert werden. Gäbe es keine indirekten oder direkten Subventionen, würden diese Tierversuche automatisch ganz verschwinden, glaubt er.
Seit Mitte Juli gilt das geänderte Tierschutzgesetz. Es sieht vor, dass Versuchstiere besser gehalten werden, dass sie in der Wissenschaft weniger eingesetzt werden und dass alternative Methoden gefördert werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)