2. September 2013
In Tunesien muss man anscheinend nicht einmal wissen, dass man angeklagt ist, um verurteilt zu werden.
Zwei Rapper sind dort in Abwesenheit wegen ihrer Texte zu Haftstrafen von je einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Ihr Anwalt sagte, er sei von den Urteilen überrascht, weil er nicht über die Anklage informiert worden sei. Die Entscheidung der Richter zeige, dass es in Tunesien eine Kampagne gegen die Kunst- und Meinungsfreiheit gebe. Ein Komitee, das die Musiker unterstützt, sprach von einer Rache der Behörden.
Die Rapper waren vor zwei Wochen nach einem Konzert festgenommen, aber schon am gleichen Tag wieder freigelassen worden. Sie sollen in ihren Songs Polizisten und Beamte beleidigt haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)