3. September 2013
HIV, SARS und wohl auch das neue Coronavirus MERS haben eines gemeinsam: Die Viren kamen ursprünglich nur bei Tieren vor und wurden dann auf den Menschen übertragen.
Insgesamt haben laut Forschern 70 Prozent aller menschlichen Virenerkrankungen einen solchen tierischen Ursprung. Forscher der internationalen Eco Health Alliance meinen: Wenn die Viren schon in den Tieren entdeckt würden, könnten wir uns besser vor ihnen schützen.
Sie untersuchten Flughunde in Bangladesch auf deren Viren und rechneten dann hoch, wie viele möglicherweise für uns gefährlich Erreger insgesamt in Säugetieren schlummern: Es sind demnach 320.000. Sie alle zu identifzieren würde rund 6 Milliarden Dollar kosten.
Eco-Health-Präsident Peter Daszak zeigte sich erleichert: Schließlich seien es nicht Millionen von Viren, die untersucht werden müssten, sondern lediglich ein paar Hunderttausend. Das sei noch während seiner Lebenszeit zu schaffen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)