3. September 2013

Afrikanische Slums sind "tickende Zeitbomben"

Nirgendwo wachsen Städte so schnell wie im südlichen Teil Afrikas.

Nach Berechnungen der UNO sind es jedes Jahr 3,6 Prozent - im Schnitt doppelt so viel wie in der restlichen Welt. 40 Prozent der Afrikaner leben demnach inzwischen in einer Stadt. Viele von ihnen sind vor Armut, Dürre oder Unruhen geflüchtet.

In den Städten geht es ihnen aber kaum besser. Nach UNO-Angaben investieren die afrikanischen Staaten nämlich nur wenig in die Entwicklung ihrer Städte. Die Folge sind riesige Slums ohne frisches Wasser, Kanalisation und Strom - dafür aber mit vielen frustrierten und armen Menschen. Die Nachrichteagentur dpa berichtet, dass es zum Beispiel in den Vororten von Kenias Hauptstadt Nairobi immer mehr Schulabbrecher, Kriminalität und Mangelernährung gebe. Experten hielten die Slums darum für tickende Zeitbomben, die das soziale Gefüge und die Sicherheit bedrohten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)