3. September 2013
Schon vor dem Klimawandel fingen die Alpengletscher an zu schmelzen.
Das zeigen Aufzeichnungen über die Entwicklung der Gletscher aus dem 19. Jahrhundert. Zwischen 1860 und 1930 schrumpften die Gletscher demnach um einen Kilometer. Wissenschaftler der NASA wollten wissen, warum. Schließlich gab es damals noch keinen Klimawandel.
Sie untersuchten daraufhin Bohrkerne aus dem Eis. In der Zeit ab 1860 fanden sie sehr viel Ruß, der sich auf den Gletschern abgelagert hatte. Die wurden dadurch dunkel, konnten weniger Sonnenlicht reflektieren und das Eis wurde wärmer und schmolz. Schuld ist nach Ansicht der Wissenschaftler die Industrialisierung. Gerade im 19. Jahrhundert sei viel Kohle verbrannt und ungefiltert in die Luft geblasen worden. Der Ruß setzte sich dann auch auf den Alpen ab.
Die Studie ist im Fachmagazin "PNAS" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)