3. September 2013
"Sie wissen, wie sie die Jugendlichen erreichen." Gemeint sind Jugendoffiziere, die an Schulen für Nachwuchs werben.
Das hat die Freiburger Erziehungswissenschaftlerin Lena Sachs bei einer Veranstaltung der Lehrergewerkschaft GEW kritisiert. Jugendoffiziere und Wehrberater gehörten an Schulen zunehmend zum Alltag. Den Lehrern fehle es dabei oft an Gegenargumenten. Das Informationsmaterial des Militärs für Schüler sei stark beschönigend: Es gebe da keine Traumatisierten, keine Verletzten und keinen Krieg, sondern nur freundlich lächelnde Katastrophenhelfer, so die Forscherin. Nach eigenen Angaben hat die Bundeswehr über ihre Jugendoffiziere im vergangenen Jahr mehr als 175.000 junge Leute erreicht.
Am Sonntag waren zwei Schulen, die der Bundeswehr Werbeauftritte untersagt hatten, mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)