3. September 2013

Graffiti am Hochhaus: Brasilianische Künstler verschönern Frankfurter Buchmesse

Schwarzer Ruß aus Auspuffen tausender brasilianischer Autos oder viele ineinander verschlungene Gespenster.

In Frankfurt am Main dürfen brasilianische Graffitikünstler derzeit Hochäuser, Kirchen und Asphalt mit ihrer Kunst verschönern. Passend zum Thema "Brasilien" der Frankfurter Buchmesse. Die meisten der Arbeiten sind sozialkritisch und drücken Misststände aus, wie zum Beispiel die Unruhen, die es in Brasilien im Zuge des Fußball-Confed-Cups im Juni gegeben hat. Die Graffiti-Künstler wurden von der Schirn-Kunsthalle nach Frankfurt geholt. Das Projekt nennt sich "Street-Art Brazil".

Der Kunsthalle zufolge gelten Graffitis in Brasilien vor allem als Form der politischen Meinungsäußerung. Sie haben ihre Wurzeln in der Militärdiktatur des südamerikanischen Landes, die von 1964 bis 1985 herrschte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)