4. September 2013
Blutvergiftungen, medizinisch Sepsis genannt, sind tückisch:
Sie werden oft zu spät erkannt und sind dann schwer heilbar. Eine Studie des Uniklinikums Jena ergab, dass selbst ein Jahr nach einer solchen Infektion nur einer von drei Patienten überlebt. Der Jenaer Intensivmediziner Frank Brunkhorst sagte der dpa, zwei Drittel der Betroffenen infizierten sich im Krankenhaus. Dabei könnte die Sepsis durch eine konsequentere Handdesinfektion in den Kliniken vermieden werden. Außerdem werde die Blutvergiftung oft anfänglich mit einer schweren Grippe verwechselt. Vor allem Hausärzte behandelten ihre Patienten deshalb zu spät. Laut Brunkhorst müssten die Ärzte in diesem Punkt besser ausgebildet werden.
Fachleute beraten bis Freitag auf einem Kongress der Deutschen Sepsis-Gesellschaft, wie die Überlebenschancen von infizierten Patienten verbessert werden können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)