4. September 2013
"Wir haben einmal geglaubt, dass wir den Rassismus überwinden können. Doch wir waren Träumer und haben versagt."
Das sagt der brasilianische Schriftsteller Paulo Scott in einem Interview mit der dpa. Zwar hat die Mehrheit der Brasilianer nicht nur portugiesische, sondern auch afrikanische oder indianische Wurzeln. Nach den Worten Scotts sind sie "Promenadenmischungen". Der Rassismus im Land sei dennoch stark. Besonders groß seien Vorurteile gegen Schwarze, aber die Indianer litten am meisten darunter. Laut Scott sind sie für das Land wie unsichtbar. Sie lebten meist fernab der Metropolen im Urwald, keiner achte auf sie. Wenn Stammesführer verhaftet oder Indianer getötet würden, interessiere das keinen. In seinem neuen Buch "Unwirkliche Bewohner" schreibt Scott über eine tragische Liebesgeschichte zwischen einem brasilianischen Studenten und einer Indianerin.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)