4. September 2013

Kündigung wegen bevorstehender Hochzeit: Arbeitgeber muss Entschädigung zahlen

Als vorzeitiges Hochzeitsgeschenk gab es die Kündigung.

Das ist einer 35-Jährigen Kosmetikern aus Düsseldorf passiert. Die Frau wollte eigentlich ihre Arbeitszeit aufstocken. Daraus wurde allerdings nichts, als ihr Chef erfuhr, dass sie heiraten will. Er schrieb ihr eine E-Mail mit dem Betreff: "Berufs- vs. Familienplanung". In der Mail wollte der Chef wissen, ob die Frau vorhabe, bald schwanger zu werden. Das lege ihre bevorstehende Heirat nahe. Statt die Arbeitszeit der Frau zu erhöhen, kündigte er ihr anschließend.

Eine Entscheidung, die für den Mann jetzt teuer wird. 10.800 Euro Entschädigung muss er zahlen - wegen Diskriminierung, entschied das Landesarbeitsgericht in Düsseldorf. Die Summe war der Frau schon in erster Instanz zugesprochen worden. Der Arbeitgeber hatte dagegen aber Berufung eingelegt. Bei der Gerichtsverhandlung heute zog er die zurück. Der Grund: Das Gericht hatte ihm klar gemacht, dass er damit wohl scheitern wird.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)