4. September 2013
Nicht nur in Deutschland ist gerade Wahlkampfzeit, auch in Norwegen buhlen die Politiker um Wählerstimmen.
Das läuft allerdings ein bisschen anders als bei uns. Wahlplakate gibt es in Norwegen nicht - für sich selbst Werbung zu machen, werde nicht so gerne gesehen, erklärt ein norwegischer Wahlkampfforscher. Insgesamt sei der Wahlkampf deswegen nicht so aufdringlich wie in anderen Ländern.
Andererseits gibt es seit einem Monat jeden Abend ein Politikerduell im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Wahlwerbespots im Fernsehen sind allerdings nicht erlaubt.
Anders als in Deutschland haben die Norweger einen Monat lang Zeit, um ihre Stimme abzugeben. In der Innenstadt von Oslo stehen dazu Stände in der Form eines Kaffeebechers und in Bergen gibt es sogar ein Wahllokal bei Ikea. Bis zum Wochenende können die Norweger noch ihre Stimme abgeben. Sie wählen allerdings nur eine Partei, keine Personen.
Der norwegische Ministerpräsident hat sich einen besonderen Gag zum Wahlkampf ausgedacht: Um mit Wählern ins Gespräch zu kommen, ist er Taxi gefahren. Einen Zusammenschnitt seiner Taxifahrten kann man sich hier angucken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)