4. September 2013
Einmal im Jahr heißt es: Schafhirte gegen Scharfhirte.
Seit Jahrhunderten gibt es in der türkischen Provinzhauptstadt Denizil einmal im Jahr einen ungewöhnlichen Wettbewerb. Und der geht so: Die teilnehmenden Schafhirte überqueren gleichzeitig zusammen mit ihren Tieren einen Fluss. Gewonnen hat am Ende derjenige, dessen Schafe ihm am schnellsten ins Wasser folgen. Um die Tiere zu unterscheiden, werden sie mit Farbe angesprüht. Für den besten Scharfhirten gibt es 300 Euro.
Der Wettkampf wird jedes Jahr von tausenden Zuschauern verfolgt. Die Entstehungsgeschichte ist allerdings eine traurige: Der Legende nach wollte ein junger Schafhirt vor Jahrhunderten mit der Tochter eines wohlhabenden Dorfvorstehers zusammen sein. Der stellte eine Bedingung: Die Schafe des Hirten sollten ihm erst über einen Fluss folgen, und zwar ohne zu trinken. Vorher hatten die Tiere allerdings drei Tage lang nur Salz zu Fressen bekommen. Trotzdem gelang dem Schafhirten die scheinbar unlösbare Aufgabe. Das Ganze hatte aber kein Happy End: Der Vater des Mädchens brach sein Wort. Der junge Hirte durfte doch nicht mit ihr zusammen sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)