5. September 2013

Down-Syndrom-Studie: Neuer Wirkstoff half Mäusen

Menschen mit Down-Syndrom sind oft fröhlich und lebenslustig. Aber die geistigen und körperlichen Einschränkungen belasten die Lebensqualität auch.

Das dreifache Chromosom 21 hat zum Beispiel oft Herzfehler zur Folge und ein kleineres Kleinhirn. Ein internationales Forscherteam berichtet in einem Fachmagazin nun, dass es einen Wirkstoff gefunden hat, der diesen Effekt umkehren und Neugeborenen mit Trisomie 21 ein normales Hirnwachstum ermöglichen könnte. Die Wissenschaftler testeten den Wirkstoff an neugeborenen Mäusen mit Down-Syndrom. In einem Versuchs-Labyrinth fanden die Tiere ihren Weg tatsächlich deutlich besser als die Artgenossen einer Kontrollgruppe.

Die Wissenschaftler hoffen, dass der Wirkstoff eines Tages der Grundstein für eine neue Therapie sein könnte. Allerdings ließen sich damit selbst dann wohl nicht alle Folgen der Trisomie 21 vermeiden - dafür sei das Down-Syndrom zu vielschichtig.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)