5. September 2013
Klonen kann sich lohnen.
Das findet zumindest der Genetikprofessor George Church. Er liefert in einem Kommentar der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" Argumente für das Wiederbeleben ausgestorbener Arten durch Klonen.
Laut Church könnte das dabei helfen, die heutigen Ökosysteme an den Klimawandel anzupassen. Einige Lebensräume hätten wichtige Tierarten verloren, die eine Schlüsselrolle spielten. Als Beispiel nennt er die Tundra von Kanada und Russland. Dort werden im Moment durch die Klimaerwärmung Treibhausgase aus dem schmelzenden Boden freigesetzt, was den Klimawandel wiederum weiter vorantreibt. Wenn dort wieder Mammuts leben würden, könnte das George Church zufolge den Vorgang verlangsamen. Sie würden dann zum Beispiel abgestorbenes Gras fressen und Schneedecken zertrampeln. Beides würde dazu führen, dass der Boden wieder abkühlt.
Trotzdem sei die Wiederbelebung ausgestorbener Arten kein Allheilmittel für Ökosysteme in Not. Bedrohte Tierarten wie Elefanten und Nashörner vor dem Aussterben zu schützen, sei extrem wichtig.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)