5. September 2013

Hirnforscher: Für Landkarten des Gehirns müssen alle Zellen berücksichtigt werden

In mehreren großen Forschungsvorhaben versuchen Wissenschaftler, das menschliche Gehirn zu kartieren.

In der Fachzeitschrift "Nature" argumentiert der Neurowissenschaftler R. Douglas Fields, dass es nicht reicht, dabei nur die Nervenzellen zu berücksichtigen. Wichtig seien auch die sogenannten Gliazellen. Diese Zellen stützen die Nervenzellen im Gewebe und sorgen außerdem für eine elektrische Isolierung. Das Wort Glia ist aus dem Griechischen abgeleitet, wo es "Leim" bedeutet.

Neue Forschungsergebnisse zeigen Fields zufolge, dass diese Zellen auch großen Einfluss auf die Aktivität der Nervenzellen haben. Bei einigen Erkrankungen des Hirns spielen sie sogar eine wesentliche Rolle, zum Beispiel bei Alzheimer. Der Forscher zieht einen Vergleich zu Forschungsexpeditionen. Da liege die Priorität auch bei der Erkundung bisher unbekannter Gegenden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)