5. September 2013

Immer mehr Wohnungen werden laut Studie leer stehen

Geisterstädte wird es in Deutschland erst mal nicht geben, aber die Zahl der leerstehende Wohnungen wird steigen.

Das geht aus einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Weil die Bevölkerung abnimmt, werde der Leerstand zu einem immer größeren Problem. Unter bestimmten Umständen könnte die Nachfrage nach Wohnungen in mehr als der Hälfte der Landkreise und Städte schon bis 2030 zurückgehen. Besonders betroffen wären zum Beispiel große Städte wie Essen oder Dortmund, am härtesten wären die Auswirkungen aber in ländlichen Regionen in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Jede fünfte Wohnung könnte dort überflüssig werden.

In vielen Großstädten wird Leerstand aber kein Problem sein. Denn junge Menschen zieht es in die Städte, zum Beispiel weil sie dort bessere Ausbildungs- und Jobchancen haben. Ältere schätzen in den Städten vor allem die Kulturangebote und die Gesundheitsversorgung.

Den größten Zuwachs erwarten die Wissenschaftler im Umland von München, also in Erding, Ebersberg, Dachau und Freising.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)