5. September 2013
Wer einen komplizierten Knochenbruch hat, muss häufig operiert werden.
Er bekommt dann Platten, Schrauben oder Nägel eingesetzt, damit die Knochen wieder richtig zusammenwachsen können. Und die müssen dann nach einiger Zeit wieder rausoperiert werden. Damit sich das irgendwann ändert, haben Mediziner aus Graz und Wien in einem vierjährigen Forschungsprojekt Implantate entwickelt, die im Körper abgebaut werden. Sie werden von Bakterien produziert. Über die Zusammensetzung kann gesteuert werden, wie schnell der Körper sie abbaut, je nachdem, wie lange sie gebraucht werden.
Einsetzen wollen die Wissenschaftler die Implantate vor allem bei Kindern, weil die empfindlicher auf Operationen reagieren. Obwohl das Forschungsprojekt abgeschlossen ist, sind die Materialien im Moment aber noch im Entwicklungsstadium. Sie werden gerade auf ihre Eigenschaften und Abbaugeschwindigkeit getestet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)