5. September 2013

Gefahr einer Malaria-Epidemie in Flüchtlingslagern im Tschad

Malaria ist eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.

In den Flüchtlingslagern des afrikanischen Staates Tschad droht nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen eine Malaria-Epidemie. Im August seien die neugemeldeten Fälle auf gut 14.000 infizierte Patienten angestiegen. In den Lagern sind Menschen aus dem Südsudan. Seit Jahresbeginn sind mehr als 50.000 vor der Gewalt dort in den Tschad geflüchtet.

Der Großteil der Patienten gehört laut Ärzte ohne Grenzen zur nomadischen Bevölkerung. Sie übernachten in Zelten oder im Freien - ohne Moskitonetze. Malaria-Bakterien werden von Stechmücken übertragen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO starben daran im Jahr 2010 weltweit rund 660.000 Menschen, vor allem in Afrika.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)