5. September 2013
Diesen Kopf gibt es jetzt zweimal.
Das Bremer Überseemuseum hat einen 3-D-Druck der Schädelhälfte einer altägyptischen Mumie präsentiert. Dafür haben Wissenschaftler mit einer computertomografischen Untersuchung Daten gesammelt. Der Ausdruck ist farbig und aus Keramikpulver. Er ist aber nicht nur interessant anzusehen, sondern liefert auch Hinweise über das Alter der mumifizierten Person und die Techniken vor mehr als 2.000 Jahren. Laut der Museumsdirektorin zeigte das CT zum Beispiel, dass dem Leichnam alle inneren Organe fehlen. Das Gehirn wurde mit Löffeln und Kratzern durch die Nase herausgezogen, damit es nicht anfing zu verwesen.
Bei der Mumie handelt es sich um einen Priester namens Harsiese. Laut Sarginschrift lebte er zwischen dem dritten und dem ersten Jahrhundert vor Christus, und zwar in Oberägypten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)