6. September 2013

Rückspiegel: Vor 22 Jahren bekommt Sankt Petersburg seinen historischen Namen zurück

Unser Blick in die Geschichte führt uns diesmal 22 Jahre zurück und rund 2.000 Kilometer nach Nordosten.

Am 6. September 1991 benannte sich dort Leningrad wieder in Sankt Petersburg um. Darüber hatte es viel Streit gegeben. Gegner waren der Meinung, der Name Leningrad erinnere an die ruhmreiche Zeit des Widerstands der Stadt gegen die deutschen Nationalsozialisten. Die hatten das Gebiet über zwei Jahre lang belagert. Die Befürworter des Namens Sankt Petersburg wollten die Gedanken an den Terror des Sowjetregimes loswerden. In einer Volksabstimmung sprachen sich schließlich 54 Prozent der Bewohner für einen Namenswechsel aus.

Der Zar Peter der Große hatte das Sumpfland im 17. Jahrhundert zum Standort seiner Hauptstadt erkoren - er benannte sie nach seinem Schutzheiligen Petrus. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde vom deutschen Namen auf das russische Petrograd gewechselt, danach wurde die Stadt zu Lenins Ehren in Leningrad umbenannt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)