6. September 2013
Warum sollte man einen unbefristeten Job aufgeben - für einen befristeten?
Das wollten britische und neuseeländische Forscher wissen. Sie haben zwischen 1991 und 2009 Daten von fast 70.000 Menschen im Vereinigten Königreich gesammelt und ausgewertet. Die Ergebnisse haben sie jetzt auf einer Soziologen-Konferenz in Warwick vorgestellt.
Naheliegendes Ergebnis: Die meisten nahmen eine befristete Stelle an, weil sie in ihrem vorherigen Job unzufrieden waren. Die Wissenschaftler weisen aber darauf hin, dass es vielen von ihnen psychisch nicht gut ging. Das gelte auch für viele Menschen in unsicheren, befristeten Arbeitsverhältnissen. Psychische Krankheiten entstehen nach Ansicht der Forscher also nicht erst durch Sorgen in prekären Jobs, sondern häufig schon davor. Das müsse die Wissenschaft beachten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)