9. September 2013
Die Probleme des 21. Jahrhunderts können nur in den Städten gelöst werden.
Nationalstaaten, die Vereinten Nationen oder die EU sind dafür viel zu groß. Das meint der US-amerikanische Politikwissenschaftler Benjamin Barber. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" fordert er, den Städten in der nationalen und internationalen Politik mehr Macht zu geben. Im Westen lebten mehr als drei Viertel der Menschen in Städten. Daher müssten sie stärker an überregionaler Gesetzgebung beteiligt werden. Nach Ansicht von Barber sind ohnehin städtische Bürgermeister die besten Politiker, weil sie echte Taten vollbringen. Sie müssten andauernd irgendetwas bauen, einrichten oder reparieren. Parlamentsabgeordnete dagegen täten das nicht.
Benjamin Barber ist Politikwissenschaftler an der City University of New York. Nächsten Monat erscheint sein neues Buch "If Mayors Ruled the World".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)