9. September 2013
Biber in Brandenburg sollten schleunigst ihre verlassenen Biberburgen wieder beziehen.
Denn nicht bewohnte Behausungen könnten sonst bald zerstört werden. Das schlagen SPD und Linke sowie die Opposition von CDU und FDP im Brandenburger Landtag vor. Sie fordern in einem Antrag an die Regierung auch, Biber notfalls zu töten, wenn sie zu große Schäden an Gewässern, Deichen oder Teichanlagen verursachen. Mit einer landesweiten Biber-Verordnung wollen die Politiker gegen die Nager vorgehen. Die Landkreise und die kreisfreien Städte sollen Gebiete festlegen, wo Biber möglicherweise abgeschossen werden können. Dazu sollen noch vorbeugende Maßnahmen kommen, die mit EU-Geldern bezahlt werden könnten.
Laut der CDU-Fraktion erlaubt eine europäische Richtlinie Ausnahmen vom strengen Schutzstatus des Bibers, wenn erhebliche wirtschaftliche Schäden abgewendet werden sollen oder die öffentliche Sicherheit gefährdet ist.
An der Elbe in Brandenburg leben schätzungsweise 2.200 Biber. Wegen der Schäden, die sie verursachen, hatten Bauern immer wieder einen begrenzten Abschuss gefordert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)